NEIN zum Logistikzentrum Philippsburg

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in Philippsburg

Die BI „Für ein lebenswertes Philippsburg“ erfährt nach wie vor viel Zuspruch über die Grenzen des Philippsburger Einzugsgebietes hinaus. Hierfür sagen wir heute „DANKE“!

Neben Einzelpersonen, die uns immer wieder ermutigen, haben auch mehrere Bürgerinitiativen Kontakt zu uns aufgenommen.

Nach kurzem Informationsaustausch war schnell klar, dass sich unsere Probleme auffallend ähneln: Bestimmte Firmen suchen sich kleine, überforderte Gemeinden aus. Es soll Logistik gegen ungewisse Arbeitsplätze angesiedelt und ganz nebenbei Boden „versiegelt“ werden. Die Bewohner dieser Gemeinden sind immer die Leidtragenden und Verlierer.

Offenbar findet hier eine (gewollte?) Problemverlagerung in den ländlichen Bereich statt. Dies funktioniert natürlich nur, wenn Bürger und Kommunalpolitik mitspielen.

Unsere BI wehrt sich weiter dagegen. Deshalb werden wir den Kontakt zu den anderen Bürgerinitiativen halten, Informationen austauschen, gemeinsame Aktionen planen und so den Druck erhöhen. Wir vernetzen uns – vielleicht bald bundesweit.

Aktuell haben wir gegenseitige Solidarisierungsschreiben veröffentlicht. Dies wird allerdings erst der Anfang unserer gemeinsamen Arbeit sein.

Eines haben wir inzwischen alle gelernt: Ämter geben uns Auskunft, sie unterstützen uns aber nicht in unserem Kampf für ein lebenswertes Umfeld. Hier müssen wir selber aktiv werden und bleiben.

Wie schnell man sich mit der Ansiedlung eines Logistikzentrums verrechnen kann, konnte man am 2. Februar in der Schwetzinger Zeitung lesen – mit interessantem Kommentar. (Beides durften wir auf unserer Homepage veröffentlichen und steht Ihnen dort als Information zur Verfügung.)

Wäre so etwas auch bei uns möglich, mit nur einem Großunternehmer, in einer Branche mit hohem Konkurrenzkampf?

Die BI kämpft auf jeden Fall weiter „Für ein lebenswertes Philippsburg“.



Sehr geehrte Damen und Herren Gemeinderäte,

Ihren Antrag zur Sperrung der Ortsdurchfahrt Rheinsheim für den LKW-Verkehr habe ich mit Verwunderung zur Kenntnis genommen.

Gerade die SPD Fraktion ist doch ein Befürworter für die Ansiedlung eines gigantischen Logistikzentrums in unmittelbarer Nähe zu einem Wohngebiet. Damit haben sie doch ein klares Bekenntnis für mehr LKW-Verkehr in unserer Stadt abgegeben. Noch vor wenigen Wochen sind Sie gemeinsam mit ihren Gemeinderatskollegen der ULI und der freien Wähler im Zuge der Bürgerentscheide gegen die Gegner des Logistikzentrums zu Felde gezogen. Sie haben selbst davor nicht zurückgeschreckt, die Bevölkerung anzulügen und gegen die Bewohner am Walthersee aufzuhetzen, nur um die Ansiedlung des Logistikzentrums zu ermöglichen.

Wir wurden von Ihnen als schamlose Lügner, Schwarzbauer und Aufhetzer bezeichnet, nur weil wir auf die negativen Folgen der Ansiedlung eines Megalogistikers aufmerksam gemacht haben. Und nun befürchtet die SPD in Rheinsheim aufgrund der Sperrung der Speyerer Rheinbrücke plötzlich einen zeitlich begrenzten Anstieg des LKW Verkehrs. Wie soll man denn das bitte verstehen? Wir Anwohner in der unmittelbaren Nähe des Logistikzentrums müssen den Rest unseres Lebens aufgrund Ihrer Entscheidung im Gemeinderat mit einem massivem Anstieg des LKW-Verkehrs und den damit verbundenen negativen Auswirkungen leben!

Anscheinend ist man bei der SPD der Meinung, dass man nur die Rheinsheimer Bevölkerung vor den negativen Auswirkungen des LKW-Verkehrs schützen sollte. Die Philippsburger, Huttenheimer und insbesondere die Querulanten vom Walthersee sollen mal schön das Maul halten und die Abgase den Lärm und den Dreck, der durch den zusätzlichen LKW-Verkehr des Logistikers verursacht wird, ertragen.
Ich möchte sie deshalb fragen:
Sind wir Anwohner des Walthersees "Bürger zweiter Klasse"? Haben wir kein Anrecht auf saubere Luft, und einen lärmfreien Feierabend? Ist unsere Wohnqualität nicht schützenswert? Wo bitte bleibt ihr Engagement und ihre Solidarität für uns?
Gerne erwarte ich Ihre Antwort!

Freundliche Grüße
Gerd Immel


Marco Brückl sieht negative Auswirkungen auf die Enderlegemeinde So mancher Kritiker wird sich bestätigt fühlen. Nur etwas mehr als ein halbes Jahr läuft der – teilweise – Betrieb des riesigen Logistikzentrums der „21sportsgroup“ in der Vorpommernstraße, da wird er schon wieder nahezu eingestellt und ein Großteil der Belegschaft verliert seinen Job. Natürlich sind Unternehmen in der freien Wirtschaft stets Risiken ausgesetzt und das Abstoßen unrentabler Sparten gehört zum (traurigen) Geschäft. Doch „Hunderte neue Arbeitsplätze“ waren vor zwei Jahren versprochen worden, große Expansionspläne wurden im Rathaus und vor Pressevertretern angekündigt.

Auch wenn das Unternehmen offenbar insgesamt gut dasteht, sind die Auswirkungen der Umstrukturierung negativ. Gerade für neue Mitarbeiter, die erst mit dem Umzug des Unternehmens in die Enderlegemeinde ihren Job angetreten und vielleicht ihr ganzes Umfeld danach ausgerichtet haben, ist die Lage jetzt bitter, vielleicht auch existenzbedrohend.

Und für die Ketscher Anwohner ist eine Befürchtung eingetreten: Es bleibt unklar, welche Wege die Lieferanten des großen Logistikzentrums in Zukunft wählen werden – je nachdem, welche Zwischenmieter einziehen werden. Die Zusicherung, dass Transporte hauptsächlich über das DHLZentrum in Richtung Talhaus abgewickelt werden, scheint zumindest für längere Zeit hinfällig. Bleibt zu hoffen, dass die Auswirkungen der Umstrukturierung bei der „21sportsgroup“ für Ketsch nicht noch weitere Überraschungen bringen.


Mit freundlicher Genehmigung der Schwetzinger Zeitung / Hockenheimer Tageszeitung

// "21sportsgroup" in Ketsch: Hunderte Arbeitsplätze für die Region
Autor: Benjamin Jungbluth (beju) 24. April 2017

// Ketsch: Logistik der „21sportsgroup“ ruht vorerst
Autor: Benjamin Jungbluth (beju) 02. Februar 2019

// "21sportsgroup" in Ketsch: "Statt Niedriglöhnern viele Spezialisten"
Autor: Benjamin Jungbluth (beju) 26. April 2017



Die BI traf sich im Januar zur ersten Jahreshauptversammlung des Vereines.

In der Mitgliederversammlung wurde die Vorstandschaft entlastet und in ihren Ämtern bestätigt. Danach wurde das weitere Vorgehen in Sachen Logistikzentrum besprochen und skizziert.

Eine Mehrheit der Wähler hatte sich im Rahmen der Bürgerentscheide für uns und unsere guten Argumente entschieden – auch ohne Quorum.

Die „Logistikpolitik“ des Bürgermeisters und des mehrheitlichen Gemeinderates wurde abgewählt.

Das lässt uns in unserer Verantwortung, weiter aktiv zu sein (und den zukünftigen Gemeinderat auch).

Wenn wir unsere berechtigten Interessen vertreten sehen wollen, müssen wir dafür sorgen, dass sich unter den neuen Gemeinderäten mehrheitlich Vertreter finden, denen unser Schutz und der unserer direkten Umwelt oberste Prioritäten sind.

Dafür lohnt es sich zu kämpfen!

Aktuell kämpft die BI um die Einsicht in diverse Gutachten. Diese Einsicht steht jedem Bürger im Rahmen des Landesinformationsfreiheitsgesetzes zu und kann auch nicht verweigert werden. Nach Auskunft des Landratsamtes befinden sich diese Gutachten beim Bürgermeister. Wir informieren Sie diesbezüglich weiter.

Interessant ist außerdem, dass bis jetzt noch keine Baufreigabe erteilt wurde.

Die BI wird auch in Zukunft weiterarbeiten:

„Für ein lebenswertes Philippsburg“ und eine Zukunft in unserer Stadt!

Das versprechen wir.



Die BI bedankt sich herzlich bei allen Bürgern in Philippsburg, Huttenheim und Rheinsheim, die mit ihrem JA „Für ein lebenswertes Philippsburg“ gestimmt haben.

Wir danken für Solidarität, fairen Meinungsaustausch und Unterstützung in vielerlei Form.  

Nachdem die Mehrheit der Bürger mit JA stimmten, müssen die beiden Beschlüsse zu den Bürgerentscheiden nun noch einmal im Gemeinderat behandelt werden. So lauten die Regeln nach gewonnenen Bürgerentscheiden ohne Quorum.

Wir sind gespannt welchen Wahrheitsgehalt Aussagen wie die der ULI, „Wir respektieren mehrheitlich getroffene Entscheidungen.“ (Stadtanzeiger 30.11.18), nun haben werden.

Die Vorstandschaft der BI wünscht allen Bürgern „ Frohe Weihnachten“ und arbeitet im neuen Jahr weiter „Für ein lebenswertes Philippsburg“.



"Nur derjenige, der keine Argumente hat, muss ständig die diskreditieren, die gute Argumente haben"



Sehr geehrter Herr Dr. Dietz, 

in Ihrem offenen Brief wenden  Sie sich im Philippsburger Stadtanzeiger an die Philippsburger Bevölkerung und fordern die Bürger auf den "Wahnsinn" , wie Sie es nennen, zu beenden. 

Sie haben einen Bauantrag gestellt, um in Philippsburg ein Logistikzentrum zu bauen. Das ist legitim. Wir Anwohner befürchten durch die Ansiedlung eines Logistikers massive, negative Auswirkungen auf unsere Wohnqualität, unsere Gesundheit und unser Eigentum. Deshalb haben wir eine BI gegründet. Auch das ist legitim. Wir möchten eine Bebauungsplanänderung, die vom Gemeinderat zu Ihren Gunsten und zu unseren Lasten getroffen wurde, rückgängig machen. Dazu haben wir das nötige Quorum zur Durchführung eines  Bürgerentscheides erreicht. Dies ist kein Wahnsinn, sondern ein Recht, das ausdrücklich in der  GemO verbrieft ist. Als Jurist sollten Sie das eigentlich wissen.

Seit Wochen muss ich leider beobachten, dass wir Anwohner, nur weil wir unsere demokratischen Rechte wahrnehmen, von Seiten der Befürworter in einer ungeheuerlichen Weise diffamiert und attackiert werden. Wir werden als Aufwiegler, Hetzer ja sogar als Volksschädlinge bezeichnet. Auch sie haben sich nun in Ihrem Aufruf in den Reigen eingereiht und uns Anwohner  als selbstsüchtige Aktivisten und schamlose Lügner bezeichnet. Dies sind pauschale Beschuldigungen, die jeder Grundlage entbehren. Wenn Sie öffentlich solche Anschuldigungen äußern, dann nennen Sie bitte Ross und Reiter.  Dass Sie sich zu solchen absurden Äußerungen hinreißen lassen und zu solchen Mitteln greifen, schockiert mich zutiefst und lässt auf Ihren Charakter schließen. 

Ziel Ihres Briefes ist ganz offensichtlich die Manipulation der Wahlberechtigten zugunsten Ihrer rein privaten Interessen. Das Schlimme an der ganzen Sache ist, dass auch Teile des Gemeinderates und der Verwaltung an der Diffamierung der Anwohner des Walthersees mitwirken. Inzwischen gehen Teile des Gemeinderats sogar so weit, dass man auch vor Verleumdung unschuldiger Menschen nicht zurück schreckt und diese öffentlich an den Pranger stellt. So wurden wir Anwohner z. B. in den letzten beiden Ausgaben des Stadtanzeigers von den Gemeinderäten der Uli, der SPD und der FW des Schwarzbauens beschuldigt. Dies ist eine Lüge. In der Straße am Walthersee wurde kein einziges Haus schwarz gebaut. Wir Anwohner der Straße am Walthersee haben für unsere Grundstücke die höchsten Baulandpreise Philippsburgs entrichtet und darauf genehmigte Häuser gebaut. Ich kann Ihnen noch eine ganze Reihe weiterer, unwahrer Behauptungen bzw. Aussagen belegen, die von Befürwortern und  Mitgliedern des Gemeinderats im Zusammenhang mit dem Logistikzentrum  gemacht wurden.  Dies würde allerdings hier den Rahmen sprengen. Dass nun auch Sie die Anwohner als schamlose Lügner bezeichnen ist eine unverschämte Respektlosigkeit. 

Ich finde es deshalb auch unerträglich, dass sie den Philippsburger Bürgern hier den verantwortungsvollen Arbeitgeber vorgaukeln, der sich um das Wohl der Philippsburger Arbeitslosen sorgt. Dies ist einfach nur scheinheilig. Sie investieren nicht wegen den Arbeitslosen in Philippsburg. Sie sind aus rein privaten Interessen  hier hergekommen und weil  sie schon in Wiesental gescheitert sind. Ziel Ihrer Investitionen ist allein die Gewinnmaximierung und nicht die Philippsburger Arbeitslosenstatistik. Gewinne zu erwirtschaften ist sicherlich nicht verwerflich. Für verwerflich halte ich es aber, dass Sie sich als Heilsbringer präsentieren und den Menschen die Wahrheit über Ihr tatsächliches Engagement vorenthalten. Nach Abschluss Ihrer Investitionen werden Sie Philippsburg den Rücken kehren, um sich neuen Projekten zu widmen. Die Probleme und Sorgen der Bürger werden Sie genauso wenig interessieren wie die Lasten, die dann in erster Linie wir Anwohner zu tragen haben. Das ist die Wahrheit und die sollten Sie den Menschen auch sagen. 

Ganz nebenbei möchte ich Ihnen noch mitteilen, dass ich schon lange Jahre im Ordnungsamt einer Stadt vergleichbarer Größe arbeite. Auch hier wurden zwei große Logistikzentren errichtet. Allerdings in wesentlich größerer Entfernung zur Wohnbebauung. Die anfängliche Freude über zu erwartende Steuereinnahmen und jede Menge Arbeitsplätze ist allerdings auch hier längst verflogen. Die Realität sieht hier ganz anders aus. Kaum neue Arbeitsplätze, sehr geringfügige Steuereinnahmen, viele Staus, zugeparkte Wohngebiete, Lärm, Abgase, Müll und unendlich viele, genervte und enttäuschte Bürger. Auch die Philippsburger werden das Logistikzentrum schon sehr bald verfluchen und sich wünschen, dass es nie gebaut worden wäre. 

Ich weiß, was auf uns zukommt und deshalb möchte ich die Ansiedlung mit den mir zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln verhindern. Dies ist absolut legitim und kein Wahnsinn und schon gar kein Grund, dass man Menschen, die für Ihre Rechte kämpfen, als schamlose Lügner bezeichnet. 

Gerd Immel



ja argumente


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Wer sich mit engagieren möchte, kann uns auch per E-Mail über info@lebenswertes-philippsburg.de erreichen oder über das offizielle Kontaktformular.
 
 
 

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